Kategorie: Politik


Zerstört Klimawandel Entwicklung?

16. December 2009 - 17:52 Uhr

Podiumsdiskussion am 17. September 2009 in der Berliner Kalkscheune

Bericht zur Veranstaltung von Mark Berger

Obwohl Dürren, Wirbelstürme und überschwemmungen weltweit zunehmen, sind die Risiken des Klimawandels ungleich verteilt. Die westlichen Industrienationen als Hauptverursacher spüren seine Auswirkungen kaum. Stattdessen trifft die Klimakatastrophe die armen Länder mit voller Wucht. Drohen die Erfolge der Entwicklungspolitik in den nächsten Jahren von Tornados und Überschwemmungen zunichte gemacht zu werden?

Weiterlesen (auf der Website von Eine Welt – Eine Zukunft)

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weltwärts – Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst

15. October 2009 - 17:00 Uhr

Podiumsdiskussion am 10. September im Berliner Tempodrom

Seit Anfang 2008 gibt es den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts, mit dem junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren die Möglichkeit erhalten, sich mit finanzieller Unterstützung für 6 bis 24 Monate ehrenamtlich in Afrika, Lateinamerika, Osteuropa oder Asien zu engagieren. Mittlerweile sind die ersten 1.000 weltwärts-Freiwilligen von diesem – vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten – Freiwilligendienst zurückgekehrt. Aus diesem Grund hat die Veranstaltung “weltwärts – Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst, der die (eigene) Welt verändert?!” am 10. September 2009 im Berliner Tempodrom den Rahmen gegeben, in dem sich über 430 an dem Programm interessierte junge Menschen und Gäste aus den Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit, Jugendarbeit und Politik informiert, ausgetauscht und gemeinsam gefeiert haben.

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Wahlkampfverwirrungen

26. August 2009 - 11:25 Uhr

Neulich bemerkte ich bei einem Spaziergang durch Kreuzberg ein Wahlplakat, mit dessen Forderung ich mich spontan identifizieren konnte:

Reichtum für all.

Reichtum für alle.

Sehr sympathisch. Ich ertappte mich bei dem Gedanken, der LINKEN meine Stimme zu leihen und sie so bei der Verwirklichung ihrer großen Vision zu unterstützen. Aber dann stieß ich ein paar Meter weiter zu meinem Entsetzen auf dies:

Reichtum besteuern.

Reichtum besteuern.

Meint Herr Gysi das mit dem Reichtum für alle vielleicht garnicht ernst? Will er mich erst reich machen und mir dann all das schöne Gold per Steuer wieder aus der Tasche ziehen? Oder handelt sich bei dem zweiten Plakat um perfide getarnte FDP-Propaganda? Was denn jetzt? Für Hinweise bin ich dankbar.

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Freiheit erkämpft – und jetzt?

12. August 2009 - 11:17 Uhr

Bürgerbewegungen: Chance und Risiko für die Gesellschaft?

Als am 9. November die Mauer fiel, blickte die ganze Welt nach Berlin, wo die Bürger der DDR dem Kalten Krieg mit ihrer friedlichen Revolution ein Ende setzten. Immer wieder treibt der Wunsch nach Freiheit und Gerechtigkeit Menschen dazu, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Ob das Ergebnis in allem Ihren Hoffnungen entsprach, steht auf einem anderen Blatt. Sind Bürgerbewegungen als Chance oder auch ein Risiko für die Gesellschaft?

Den Rest des Beitrags gibt es hier.

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Probleme mit dem Notfallventil

29. June 2009 - 10:31 Uhr

Härtefallkommissionen können Menschen, die von Abschiebung ­bedroht sind, ein besonderes Aufenthaltsrecht gewähren. Doch die Entscheidungsfindung ist oft willkürlich.

von Mark Berger

Yussufs Geschichte müsste Integrationspolitikern Freudentränen in die Augen treiben. Er hat ein Diplom als Umweltingenieur in der Tasche, spricht fließend Deutsch, hält sich penibel an Regeln und Gesetze. Ein Beispiel für gelungene Integration? Nicht ganz, denn Yussuf hat ein Problem. Er ist in Deutschland nicht erwünscht.

Yussuf hat sich in seiner alten Heimat Togo in der Demokratiebewegung engagiert. Im Jahr 1994 flieht er nach Deutschland, doch sein Asylantrag wird abgelehnt. Jahr um Jahr verlängert die Ausländerbehörde seinen Aufenthalt, „Kettenduldung“ heißt das im Amtsdeutsch. Trotz des faktischen Ausbildungsverbots macht er Abitur, studiert. In seiner Diplomarbeit forscht er nach neuen Methoden zur Biogaserzeugung. Im Jahr 2004 ist Schluss mit der Duldung, Yussuf soll endgültig zurück nach Togo. Seitdem lebt er in der Illegalität.

Den Rest des Artikels gibt es hier oder in der Ausgabe des Freitag vom 25. Juni 2009 auf Seite 5.

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Dummheit abschaffen!

17. April 2009 - 11:32 Uhr

Am Ostersonntag protestierte Unter den Linden eine Hundertschaft gegen die Wirtschaftskrise. Eine gute Idee, warum sind Krisen nicht schon längst verboten? Das Häuflein Systemkritiker kritisierte das System, indem es zornig Plakate gegen unfähige Politiker und Manager in den Osterhimmel hielt. Auch Trillerpfeifen waren mit im Spiel. Recht so.

Der Zorn konzentrierte sich besonders auf eine Bank aus Island. Island ist eine Insel mit sehr viel Gegend, aus der ab und zu heißes Wasser schießt. Als Finanzstandort ist das Land bisher nicht in Erscheinung getreten. Wie den Plakaten zu entnehmen war, haben einige Demonstranten trotzdem ihr Geld dort hin überwiesen. Dann kam die Krise. Zack, Kohle weg. Das finden die Leute ungerecht, sie fordern: Geld zurück!

Wer ist Schuld? Die gierigen Manager natürlich, deswegen heißen sie inzwischen ja auch “Bankster”. Es könnte freilich auch ein Stäubchen Gier mit im Spiel sein, wenn jemand sein Geld am Rande der zivilisierten Welt anlegt, nur weil dort ein halbes Promille höhere Zinsen winkt.

So lustig ist die Globalisierung: Wer sich gestern noch als Investmentfuchs fühlte, ist heute schon ein Depp, schreibt es auf ein Plakat und demonstriert in Berlin gegen seine eigene Dummheit.

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Großer Wurf oder Solar Joke?

11. March 2009 - 14:51 Uhr

Solarplan der Union für das Mittelmeer

Von Mark Berger und Jens Pietrucha

Sonnenenergie ist sauber, billig und unbegrenzt vorhanden. Liegt die Zukunft der europäischen Energieversorgung also in Ländern wie Tunesien, Libyen oder Ägypten, wo endlose Wüstenflächen nur darauf warten, mit Parabolspiegeln bepflastert zu werden? Riesige solarthermische Anlagen in der Sahara sollen die EU mit billigem Strom versorgen, so sieht es der Solarplan der Mittelmeerunion vor. Die dafür notwendigen Technologien sind längst ausgereift – schon seit den 1980er Jahren erzeugen solarthermische Kraftwerke in der Wüste Kaliforniens umweltfreundlichen Strom. Weltweit sind derzeit mehr als 100 Anlagen im Bau oder in der Planung. Doch während beispielsweise die Chinesen in Eigenregie eine gigantische Solarfarm aus dem Sand der Qaidam-Wüste stampfen, sitzen beim Solarplan 46 Nationen an einen Tisch. Die einen haben das Geld und die Technik, die anderen die Sonne – so lautet die einfache Formel, die Europäer, Afrikaner und Araber zur Kooperation zwingt. Die eigentlichen Schwierigkeiten sind daher nicht technischer, sondern politischer und vor allem kultureller Natur.

Nicht zum ersten Mal versuchen die Europäer, mit Hilfe Afrikas ihre Probleme zu lösen. Der deutsche Architekt Hermann Sörgel kämpfte sein Leben lang für einen Staudamm in der Straße von Gibraltar, mit dessen Hilfe er das Mittelmeer weitgehend trockenlegen wollte. Der Staudamm sollte elektrische Energie für ganz Europa liefern und es so von Ölimporten unabhängig machen. Atlantropa hieß sein Projekt, das nie verwirklicht wurde – nicht zuletzt, weil Sörgel sich allein auf die technische Machbarkeit konzentrierte. Heute steht seine Vision als ein Mahnmal grandiosen Scheiterns in der Technikgeschichte. Dem Traum vom Solarstrom aus der Wüste könnte ein ähnliches Schicksal drohen.
(…)

Der vollständige Artikel ist in der März-Ausgabe der Afrika-Post erschienen.

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Gedankenspiel aus aktuellem Anlass

9. February 2009 - 17:55 Uhr

Heute gibts mal eine kleine Aufgabe. Also: Stellen wir uns einen männlichen Arbeitnehmer vor. Er ist Abteilungsleiter in einem großen deutschen Unternehmen geht langsam auf die Rente zu. Machbar, oder?

Weiter: Unser imaginierter Arbeitnehmer wurde nur zum Abteilungsleiter, weil der eigentlich dafür vorgesehene Mitarbeiter in letzter Sekunde zu einem Konkurrenzunternehmen wechselte und sich kein anderer für die Stelle fand. Seit Jahren wird er von Kollegen und Kunden als Fehlbesetzung kritisiert. Seine herausragende Eigenschaft ist Unauffälligkeit. Trotzdem hält sein Chef treu zu ihm. Ein seltenes Exemplar, aber auch so einen kann’s geben.

Jetzt nehmen wir aber mal an, dieser Abteilungsleiter hat in der ganzen Firma, von der Toilette über die Kaffeeküche bis hin zur Kantine Plakate aufgehängt, auf denen steht, dass er keine Lust mehr auf seinen Job hat und die Firma verlassen will. Bei seinem Chef bettelt er um die Entlassung. Der Chef aber sagt: “Keine Chance, guter Mann, sie bleiben mal hübsch bei uns. Sie haben schließlich mein vollstes Vertrauen.” Harte Nuss, oder?

Nun, Michael Glos hat es Gott sei Dank ja doch geschafft. An seiner Stelle erhält jetzt ein junger, frisurauffälliger Akademiker eine Chance. Ein Mensch also, der gemeinhin auf dem ersten Arbeitsmarkt als unvermittelbar gilt, da die Wirtschaft händeringend nach Mitarbeitern über 60 sucht. Damit setzt Glos ein strahlendes Zeichen der Hoffnung für alle älteren, unmotivierten, ausgebrannten Arbeitnehmer, die fürchten müssen, bis zur Rente weiter einen sicheren Job zu haben. Ihr kommt da raus, Leute. Ihr müsst es nur wollen!

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Frauen auf dem Vormarsch

16. December 2008 - 15:30 Uhr

Ein weiterer Artikel von mir über die jüngste Veranstaltung aus der Reihe “Eine Welt – Eine Zukunft”:

Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern als Motor für Entwicklung

Zwei Drittel aller Analphabeten weltweit sind Frauen. Frauen besitzen nur ein Prozent des globalen Vermögens, leisten aber 70 Prozent der unbezahlten Arbeit. Es ist also noch ein langer Weg zur Gleichberechtigung. Gerade in den Entwicklungsländern gibt es enormen Nachholbedarf in Sachen Bildung, rechtlicher Gleichstellung und wirtschaftlicher Teilhabe.

Diese Themen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung der Diskussionsreihe “EINE WELT – EINE ZUKUNFT” am 27. November 2008 in der Berliner Kalkscheune. Mit der Performance “Listen When She Talks” eröffnete die Tänzerin Melissa Maldonado den Abend und nahm damit schon eine wesentliche Erkenntnis der anschließenden Diskussion vorweg: Wenn Frauen offen ihre Meinung sagen können, profitiert die ganze Gesellschaft.

(…)
Der komplette Artikel auf der EWEZ-Website

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Almabtrieb

1. October 2008 - 14:13 Uhr

Am Anfang vom Ende war er richtig sympathisch, der Huber Erwin, wie er sichtlich angeschickert in die Mikros lallte. Ein letzter Versuch, in die Fußstapfen von FJS zu treten? Ach nein, der nette Erwin blieb auch besoffen nur ein freundliches Abziehbild. Aus, vorbei! Nachdem der Wähler die Doppelspitze abgeknickt hat, zieht die CSU endgültig die Lederhosen aus und fährt den Laptop hoch.

Eigentlich war nach den Büroklammern Stoiber, Huber und Beckstein eine Renaissance der kernigen Naturburschen zu erwarten, doch jetzt erhebt die seifige Generation Söder ihr schreckliches Haupt. Ich höre sie schon von der CSU 2.0 schwafeln. Tja, früher war die Zukunft eben auch besser. Bereut ihr es schon, ihr Bayern, ihr?

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