29. May 2008 - 13:13 Uhr

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der DED, die GTZ und InWEnt verstalten in loser Folge gemeinsam Diskussionsveranstaltungen unter dem Titel “Eine Welt – Eine Zukunft”.
Thema der letzten Gesprächsrunde in der Berliner Kalkscheune war der Bundeswehreinsatz in Afghanistan, und ich habe einen kleinen Artikel dazu geschrieben.
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21. May 2008 - 13:51 Uhr

Wer findet die beiden kleinen Lügen, die sich in unser Suchbild eingeschlichen haben?
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16. May 2008 - 11:28 Uhr

Ob die objektiven Tester des tips wohl auch einen schlechten Biergarten gefunden haben?
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9. May 2008 - 15:08 Uhr
Deutsche Fernsehserien sind so spaßig wie eine Radtour durch Afghanistan. Neidisch schielt der Serienfreund nach Amerika, wo David Lynchs Twin Peaks in den Neunzigern neue erzählerische und ästhetische Standards definierte. Meisterwerke wie die Sopranos oder Lost laufen bei uns meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit, dem komplexen Krimiepos The Wire gab man in weiser Voraussicht gar keine Chance.
Die heimischen Produktionen hingegen zelebrieren einen Dreikampf der Erbärmlichkeit: erbärmliche Ausstattung, erbärmliche Handlung, erbärmliche Dialoge. Mutlos zusammengeschusterte Plagiate, die drei Tage chinesische Tropfenfolter wie eine verlockenden Alternative erscheinen lassen. Haben sich die Sender insgeheim auf ein Niveau geeinigt, das auch durchschnittlich begabte Haustiere nicht überfordert? Sind Kaulquappen bei uns werberelevante Zielgruppe? Oder fühlt sich der Durchschnittsglotzer tatsächlich nur im Mutantenstadl angemessen unterhalten?
Gott sei Dank, es gibt Ausnahmen! Stromberg zählt dazu, und die ZDF- Serie Kriminaldauerdienst, die fast alles richtig macht. Die erste Staffel floppte erwartungsgemäß, und doch gehen jetzt in einem unerwarteten Akt öffentlich-rechtlichen Ungehorsams zehn neue Folgen auf Sendung.
In seinem Beitrag bei der Achse des Guten illustriert stern-Autor Wolfgang Röhl am eigenen Beispiel die Ansprüche des Publikums: Es giert nach Vorverdautem. Schmeckt zwar nach nichts, glitscht aber so schön. Röhl stören die Handkamera (“verwackelt”), der Schnitt (“Stakkato”) und die Protagonisten (“miesepetrig”), eigentlich alles. Bei den Dialogen kommt er auch nicht mit. Die Ode ans Lauwarme kulminiert in einer messerscharfen Analyse des Medienfachmanns:
Beibehalten wurde auch der Flopp-Garant, dass die Serie eine durchgängige Handlung aufweist.
Immerhin, Handlung ist in homöopathischen Dosen noch tolerabel, stört aber trotzdem irgendwie. Der Marienhof rockt doch auch – ganz ohne Plot! Schlagartig wurde mir wieder bewusst, warum ich den stern noch nicht einmal beim Zahnarzt zur Betäubung lese.
Na dann, Viel Spaß bei Derrick!
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